BEBAUUNGSSTOPP Feldmark Hummelsbütteler

16 | ALSTERTAL MAGAZIN MAGAZIN Für einige naturverwöhnte Alstertaler war es bitter, einen großen Teil des Landschaftsschutzgebiets Hummelsbütteler Feldmark zugunsten der Bebauung mit mehrgeschossigen Wohnhäusern zu verlieren. Ist jetzt Schluss mit der Bauen? Das ist nicht sicher, sagt Dennis Thering von der CDU Hamburg und verweist auf ein geplantes Gutachten. Was ist dran? Über Jahrzehnte gehörte die Hummelsbüttler Feldmark zur sogenannten Landschaftsachsen Grünflächen und Landschaftsschutzgebiete, die sich von den Außen- bezirken in die Stadt hineinziehen und dafür sorgen sollen, dass die Stadt klimatisch ausgeglichen bleibt. Als im Zuge der Flüchtlingskrise bekannt wurde, dass die Stadt plane, in diesem Landschaftsschutz- gebiete mehrstöckige Wohnhäuser mit Hunderten von Wohnungen hochzuziehen, war die Empörung in Hummelsbüttel groß. Es begann eine Schlammschlacht zwischen Politik und wütenden Bürgern, die behaupteten, die Planung sei über ihre Köpfe geschehen, die Bauarbei- ten wären illegal vorzeitig begonnen worden, um Fakten zu schaffen u.ä. Gleichzeitig bildeten sich Gruppen, die erklärten, die Bebauung sei ein notwendiger Beitrag, den Hummelsbüttel zu zahlen habe, und man solle das Beste daraus machen. Eine weitergehende Bebauung der Feldmark hatte allerdings keiner auf der Rechnung. Kein Wunder versprach das doch immerhin der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher im September bei einem politischen Brunch in Hummelsbüttel. Früher hat das Wort eines Hanseaten mal etwas bedeutet, diese Zeit scheint leider vorbei zu sein, sagt jetzt Dennis Thering, CDU. Er bezieht sich auf ein geplantes Fachgutachten von Umwelt- und Stadtentwicklungsbehörde zur Feldmark, das nach seiner Lesart nur eine Grundlage für weitere Bebauungen liefern soll. In einem Antrag forderte die CDU daher den Senat auf, keine weiteren Gutachten in Auftrag zu geben und sich offiziell zu einem Bebauungsstopp zu bekennen. Dieser Antrag wurde von SPD und Grünen abgelehnt. Für Thering Grund zur Empörung: Dass SPD und Grüne eine weitere Bebauung der Hummelsbüttler Feldmark nicht ausschließen wollen, bestätigt meine schlimmsten Befürchtungen. Keinen Anlass am Wort des Bürgermeisters zu zwei- feln sieht dagegen die Alstertaler Grünen-Abgeordnete Christiane Blömeke: Die Hummelsbüttler Feldmark ist ökologisch für die Natur und unser Klima eine wichtige Fläche, die von Bebauung frei gehalten werden sollte. Die dringend benötigten neuen Wohnungen in der Feldmark am Rehagen waren für die Natur schon schmerzhaft genug. Statt neuer Bebauung wortwörtlich den Weg zu ebnen, solle das geplante Gutachten die besondere Wertigkeit der Hummelsbüttler Feldmark nochmal fachlich untersuchen. Das entspricht auch dem Bürgervertrag zwischen den Initiativen und den rot/grünen Fraktionen von Bürgerschaft und Bezirk. Zwar sei für die Bebauung letztendlich der Bezirk Wandsbek zuständig, doch auch im Bezirk hätten die Grünen die Absicht, die Feldmark nicht weiter zu bebauen. Vor diesem Hintergrund brauchten wir nicht noch zusätzlich einen Antrag der oppositionellen CDU, der die Regierungsfraktionen in polemischer Art und Weise auffordert die Feldmark nicht zu bebauen. Das Alstertal Magazin wird über die Ergebnisse des Gutachtens und die Folgen selbstverständlich berichten. cl Das Grün in der Hummelsbüttler Feldmark ist schon stark zurückgewichen will die Stadt jetzt noch mehr bauen? CDU-Vize Dennis Thering sorgt sich um die Hummelsbüttler Feldmark. Berechtigt? BEBAUUNGSSTOPP für die Feldmark?