Hamburg Tage Jahr

ALSTERTAL MAGAZIN | 33 FUHLSBÜTTEL 3 x in Hamburg 365 Tage im Jahr für Sie geöffnet! Top ServiceExklusive Produkte Image_130 x 210_rz.indd 1 19.09.2016 15:32:56 WIRD FLIEGEN ÖKO? Hört sich komisch an, doch in einem Strategiepapier for- dern die Hamburger Grünen Katharina Fegebank, Jens Kerstan und Anjes Tjarks genau das. Ziel: Hamburg soll 2050 eine klimaneutrale Stadt sein. Darin verlangen sie auch einen Flugverkehrsgipfel, in dem es um den Weg zum emissionsfreien Flugverkehr der Zukunft gehen soll. Von Hamburg könnte die Initiative ausgehen, Start und Landung an allen deutschen und europäischen Flughä- fen von einer Mindestbeimischung von Biokerosin und später von synthetischem Kerosin - im Tank abhängig zu machen, so die Initiatoren. Derartige Aussagen sind ein rotes Tuch für die Bürgerinitiative für Fluglärmschutz (BAW), die betont, Biokerosin basiere zu einem erheblichen Teil auf Palmöl, für das massenweise Regenwald abgeholzt wird. Fliegen ist nicht öko, Fliegen ist auch nicht bio und Fliegen kann nicht grün werden!, sagt BAW-Sprecher Martin Mosel. Das Fliegen ist und bleibt pro Kopf die klima- und umweltschädlichste Mobilitätsform. Eine nachhaltige Klimaentlastung im Luftverkehr ist mit der vorgestellten grünen Strategie nicht zu erwarten. Das Problem seien vielmehr Marktverzerrungen durch die milliardenschweren Subventionen, die der Luftverkehr durch die Befreiung von Kerosin- und Mehrwertsteuer erhält. Außerdem sei eine um- fassende Änderung im Nutzungsverhalten der Passagiere nötig. Dann klappt es auch mit den Klimaschutzzielen. Aussagen zur Zukunt des Fliegens in einem Strategiepapier der Hamburger Grünen sorgt für Unmut.