Adieu Lindenstraße Jahren

38 | ALSTERTAL MAGAZIN POPPENBÜTTEL Kunsthandlung Alstertal Ihr Rahmen- fachgeschäft individuelle Beratung und große Auswahl! M. Stoob Frahmredder 10 S-Bahn Poppenbüttel Tel. 601 49 43 Di.-Fr. 9 -13 Uhr und 15 -18 Uhr, Sa. 10 -13 Uhr Bernh. Han & Sohn e.K. Am 29. März endet nach 34 Jahren die Lindenstraße. Auch für die Wellingsbüttlerin Sarah Masuch alias Dr. Iris Brooks. Wir trafen die 41-Jährige zum Gespräch, in dem sie uns verriet, dass sie sich darüber fast ein bisschen freut und warum und wie die Rolle als Ärztin ihr Leben beeinflusst hat. Die Wellingsbüttlerin Sarah Masuch alias Dr. Iris Brooks mit ihrem Fernsehvater William (Ron Williams). Alstertal Magazin: Du bist seit 2012 bei der Lindenstraße fest dabei. Ganz schön lange - was hat dich dort so lange gehalten? Sarah Masuch: Weil es viel Spaß gemacht hat, mit dem Team zu arbeiten. Es war ein bisschen wie in einer großen Familie und in der habe ich mich sehr wohl gefühlt. Außerdem ist es natürlich in unserem Business ein echter Luxus eine feste Anstellung zu haben, in der man auch noch fair bezahlt wird. Aufgrund der Dreheinteilung blieb mir außerdem noch ausreichend Zeit, nebenher Theater zu spielen. So etwas gibt man nicht so schnell auf, vor allem nicht bei meiner schönen Rolle als Ärztin. Am Schluss habe ich einen Vater bekommen, Ron Williams. Es war ein Geschenk mit ihm zu drehen. Eine Klassikerfrage: Wurdest du auf der Straße auch mal als Ärztin angesprochen? Ich werde zwar öfter von Fans mit Frau Doktor an- gesprochen, aber mich hat noch nie jemand gefragt: Bei mir zieht es hinten im Rücken, was soll ich denn machen?. Aber ich habe mich mit Ärzten unterhalten, weil ich wissen wollte, was es heißt, eine Ärztin zu sein. Anfangs habe ich sogar viel Fachliteratur gelesen, um Krankheitsbilder zu kennen. Das war spannend. Im privaten Kreis bin ich seit dem ein bisschen ärztlich unterwegs. Wenn jemand anfängt mir von seinen Beschwerden zu berichten, möchte ich alles hören und gebe so meine Tipps dazu. (lacht) Und ich wasche mir wie eine Verrückte die Hände, seit dem ich diese Rolle spiele. Das ist jetzt gerade ganz praktisch. Respekt, du bist also voll in die Rolle rein- gewachsen ... Die Serie ist ja dafür berühmt, wichtige gesellschaftliche Themen aufzugreifen. Was war denn in deiner Zeit das für dich Wichtigste? Stimmt, der erste Kuss zwischen zwei Männern im Fernsehen beispielsweise war ein wirklich wichtiger Beitrag, den die Serie geleistet hat. Fand ich klasse. Als ich dazukam, ging es mit EHEC los, das ist mir jetzt beim Thema Corona wieder eingefallen. Ich glaube aus der Kombination ich bin eine Ärztin und EHEC kommt mein bis heute andauernder Händewaschtick. Das Flüchtlingsthema wurde auch bei uns früh behandelt, denn eine Familie ist bei uns in der Straße gelandet und es stellte sich die Frage, wie wir damit umgehen. Dr. Brooks hat natürlich ge- holfen. Dafür wurde ich in Foren auch schon mal als Gutmensch Lindenstraße Adieu W D R /S te ve n M a h n e r