Alsterquelle versiegt Häufige

34 | ALSTERTAL MAGAZIN MAGAZIN E s hat viel geregnet in den vergangenen Wochen, sehr viel. Es regierten schmutzig-graue Pfützen und aufge- weichte Rasenflächen, wo doch eigentlich feiner weißer Schnee auf gefrorenem Boden hätte liegen müsste. Zumindest denkt man das, aber die Statistik der vergangenen Jahrzehnte sagt Anderes so häufig war es gar nicht weiß bei uns. Und die Tendenz nimmt ab. Das mag alles am Klimawandel liegen. Es wird unbestritten wärmer und es gibt viel zu viele neue Klimarekorde, das sagte uns der Extremwetterforscher Frank Böttcher aus Sasel. Aber er sagte auch, und zwar im Gespräch für unseren Podcast AlsterCast, dass es überraschenderweise in Hamburg weniger Stürme gibt. Und die im Januar statt wie sonst im Dezember. Wetter wandelt sich. Und die ganz schlimme Trockenheit, die hatten wir doch schon mal. 1985. Da gab es großen Alarm und einen riesengroßen medialen Aufschrei mit Endzeitstimmung: Die Heide trocknet aus. Kommt Ihnen bekannt vor. Uns auch. Schuld waren damals zum Beispiel laut Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide die Hamburger Wasserwerke. Denn um die Stadt ausreichend mit Trink- und Badewasser zu versorgen, pumpten sie viel kostbares Nass auch aus der Heide ab. Leider kam in der Phase von oben nicht genug nach. Der Grundwasserspiegel sank. In einem ZEIT-Artikel gaben die Wasserwerke einer Fülle von Kleinereignissen mit unklarer Ursache und Klimaschwankungen die Schuld. Ergebnis hektischer Versuche die Welt zu retten und die Apokalypse abzuwenden war na, Sie werden sich noch erinnern noch mehr Spartasten am WC! Getreu dem damals in den 1980ern populären Umweltschützermotto Jeder Tropfen zählt. Folge: Die Wasserwerke klagten (bis heute) über einen zu geringen Wasserdurchlauf in ihren dicken Versorgungsrohren. Es gab ungewollte Ablagerungen und Defekte. Heute verbaut man kleinere Rohrdurchmesser. Aber das ist ein anderes Thema. Und die Heide? Die gibt es noch. An der Einführung der Was- serspartaste lag das sicher nicht. Nach einigen wenigen Jahren der Dürre, gab es wieder ausreichend Regen. Und so ist auch der sommerliche Aufschrei in der Mopo Hamburgs heilige Quelle versiegt! Trocknet jetzt unsere Alster Alsterquelle versiegt so lautete im vergangenen September die Schlagzeile einer Hamburger Tageszeitung. Seitdem hat sich einiges getan und aktuell fließt viel Wasser die Alster hinab. Im Februar gab es sogar Überschwemmungen. aus? beliebte Panik bestimmter links-grüner Medienleute. Sie hatten noch ohne Corona-Virus kaum Themen. Es hat aktuell reichlich Regen gegeben! Aus der Alsterquelle und den Alsterzuflüssen kommt soviel Wasser, dass es wieder über die Ufer tritt. Also bitte, es gibt keinen Grund für hektische Rettungsversuche à la Wasserspartaste. Mal sehen, was unsere Kollegen in diesem Sommer schreiben, wenn es mal wieder etwas weniger intensiv regnet und die Coronakrise vorbei ist ... Übrigens sind auch die Talsperren im Harz wieder randvoll. Häufige Regenfälle ließen die Alster, wie fast jedes Jahr, über die Ufer treten. Eine Enttäuschung für Medienkollegen in Klima-Hysterie... Nicht jedem Journalisten bekannt: Die Pegelstände der Alster werden regelmäßig auf www.wabiha.de veröffentlicht. Ein Blick genügt: Es ist alles normal - keine Panik! Q u e lle : B e hö rd e fü r U m w e lt u nd E ne rg ie