Gerade Wahlkreisen hier

ALSTERTAL MAGAZIN | 15 Empfand die CDU Hamburg zuletzt als Gemischtwarenladen: der neue Fraktionsvorsitzende Dennis Thering. Ort. Gerade in den Wahlkreisen wie hier im Alstertal und den Walddörfern haben wir das auch bei der Wahl gesehen trotz insgesamt historisch schlechtem Ergebnis. Hier haben wir deut- lichen Zuspruch bekommen und zwei der fünf Mandate direkt gewonnen. Wir sind als CDU nicht nur für die Innenstadt da, sondern machen gerade den Hamburgerinnen und Hamburgern in den Stadtteilen außerhalb des Ring2 ein politisches Angebot. Dieses Profil möchte ich wieder schärfen und mit Themen wie Mobilität, Grünerhalt und Bildung klar besetzen. Sie sagten, Sie sehen die CDU in der Rolle als einzige bür- gerliche Oppositionsfraktion. Wie wird dann zukünftig die parlamentarische Arbeit der CDU aussehen? Funda- mentalopposition? Oder wird sie mit den Regierungspar- teien bei Gelegenheit auch zusammenarbeiten? Nach aller Voraussicht werden SPD und Grüne ihre Koalition fortsetzen. Gerade dann kommt es auf uns als doppelte Oppo- sition besonders an. Zum einen gegen den rot-grünen Senat und zum anderen gegen die nicht-regierungsfähigen Parteien AfD und Linke. Wir werden unsere Rolle in Demut vor dem Wahl- ergebnis annehmen und uns mit aller Kraft für die Anliegen der Hamburgerinnen und Hamburger einsetzen. Das bedeutet für mich immer kritisch-konstruktiv aufzutreten und im Einzelfall, dort wo es für die Menschen in unserer Stadt gut ist, auch mit SPD und Grünen zusammenzuarbeiten. Wie sieht es zu Zeiten der Corona-Krise aus - wird die CDU da auch mit Rot-Grün kooperieren, um die nötigen Maßnahmen auf den Weg zu bringen? Wie beurteilen Sie generell bisher Hamburgs Reaktion auf die Pandemie? Hanseaten halten zusammen und deshalb tragen wir alle not- wendigen Entscheidungen mit, um Hamburg entschlossen durch die Krise zu führen. Das ist nicht die Zeit für politischen Parteienstreit. Es geht nicht um Opposition gegen Regierung, nur gemeinsam werden wir im Kampf gegen den Virus erfolgreich sei. Dazu stehen wir auch als CDU in engem Austausch mit dem Senat. Jetzt muss alles für die Gesundheit der Menschen und zur Aufrechterhaltung unseres Gesundheitssystems getan werden. Wirtschaft und Unternehmen brauchen massive und unbürokratische Unterstützung, um Arbeitsplätze zu sichern. Die Hamburgerinnen und Hamburger müssen ihre Jobs behal- ten. Auch daran werden wir mitwirken und finanzielle Mittel bereitstellen. Hamburg muss jetzt weiter entschlossen handeln, so wie es Bayern und andere Länder vormachen. Wenden wir aus dem aktuellen Tagesgeschehen doch einmal unseren Blick in die Zukunft: Was, denken Sie, wird in einigen Jahren auf der lokalen Agenda stehen; wie wird sich die Stadt entwickeln, wie die Hamburger CDU? Wäre ein Erster Bürgermeister Dennis Thering denkbar? Ich glaube, grundsätzlich muss der Fraktionsvorsitzende bereit sein, die Spitzenkandidatur zu übernehmen. Das ist nun aber wirklich keine Frage, die jetzt oder in nächster Zeit ansteht. Wir haben die nächsten 5 Jahre eine echte Herkulesaufgabe als einzige bürgerliche Opposition in Hamburg vor uns. Jedem CDU-Abgeordneten stehen fast 6 Abgeordnete von SPD und Grünen sowie Senatoren, Staatsräte und Behörden gegenüber. Das wird jedem Einzelnen von uns viel Kraft und Engage- ment abverlangen. Die Fraktion muss das Kraftzentrum der Hamburger CDU sein und diese wieder nach vorne bringen. Inhaltlich wird es vor allem darum gehen, Hamburg möglichst gut aus der aktuellen Krise zu bekommen und dann wieder für die Zukunft fit zu machen. Sichere Arbeitsplätze, ein gesunder Hafen, leistungsfähige Infrastruktur und wirklich gute Angebote für alle Familien darum wird es im Alstertal genauso wie in ganz Hamburg gehen, darum möchte ich mich kümmern. cl