SONDERN KLAGEN Nicht

ALSTERTAL MAGAZIN | 67 STEUER & RECHT ANZEIGEN-SPEZIAL Beratung und Vertretung von Wohnungseigentümergemeinschaften Beratung von Geschäftsführern vor und in der Insolvenz ihrer Gesellschaft Lösung von mietrechtlichen Problemen in der Insolvenz der Mietvertragsparteien Stormarnplatz 2a 22393 Hamburg 040 / 386 53 433 inforainerferslev.de www.rainerferslev.de Rechtsanwalt Rainer Ferslev Kanzlei für Insolvenz- und Wohnungseigentumsrecht in Hamburg RF 190906_Rainer_Ferslev_Anzeige_92,4x135mm_V01.indd 1 06.09.19 14:02 Nicht ärgern, H äufig ärgern sich Wohnungseigentümer darüber, dass ihr Verwalter gefasste Beschlüsse nicht oder nur schleppend umsetzt. Häufig versuchen dann die Eigentümer einer Wohnanlage, durch Zurückbehaltung des monatlichen Wohngeldes Druck auf den Verwalter auszuüben, endlich seinen Pflichten nachzu - kommen und gefasste Beschlüsse auch umzusetzen. Dies ist sicherlich der schlechteste Rat, den man Wohnungseigen - tümern in dieser Situation geben kann, erklärt Rechtsanwalt Rainer Ferslev, da es ständiger Rechtsprechung entspricht, dass Aufrechnungen oder Zurückbehaltungsrechte an der Verpflichtung zur Zahlung der monatlichen Wohngelder grundsätzlich unzulässig sind. Der einzig gangbare Weg ist in diesem Falle die Inanspruchnahme des WEG-Verwalters persönlich durch die einzelnen Eigentümer. Wie der Bun - desgerichtshof zuletzt in seinem Urteil vom 08.06.2018 entschieden hat, kann jeder einzelne Wohnungseigentümer vom Verwalter verlangen, dass er seine gesetzliche Pflicht zur Durchführung von Beschlüssen gemäß § 27 Abs. 1 Nr. 1 WEG erfüllt und kann diesen Erfüllungsanspruch ggfs. im Wege der Klage gegen den Verwalter durchsetzen. Der Ver - walter ist aber nicht nur verpflichtet, Gemeinschaftsbeschlüsse durchzuführen, er ist bei einer Pflichtverletzung insoweit auch jedem einzelnen Eigentümer zum Schadenersatz verpflichtet. Hier ist also der WEG-Verwalter in der Verantwortung und nicht etwa die Gemeinschaft der Eigentümer. Vergleichbar ist diese Rechtslage mit der Situation, dass Handwerker oder Dienstleister im Auftrage der Woh - nungseigentümergemeinschaft am Gemeinschaftseigentum Arbeiten durchführen oder Dienstleistungen erbringen und es hierbei zu Schäden im Sondereigentum einzelner Woh - nungseigentümer bzw. bei Wohnungseigentümern kommt, erläutert Rainer Ferslev. Auch hier haftet der schädigende Handwerker oder Dienstleister unmittelbar direkt jedem ein - zelnen Wohnungseigentümer und kann von diesem auch auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden. Denn auch diese von der Gemeinschaft abgeschlossenen Verträge haben eine Schutzwirkung zu Gunsten jedes einzelnen Eigentümers, so dass dieser berechtigt ist, unmittelbar direkt Ansprüche gegenüber dem Schädiger geltend zu machen. Begeht der WEG-Verwalter eine Pflichtverletzung, können Wohnungseigentümer gerichtlich Ansprüche geltend machen! Wenn der WEG-Verwalter untätig ist, kann eine Klage ein probates Mittel sein! SONDERN KLAGEN!