Teure Käufe RÜDIGER

66 | ALSTERTAL MAGAZIN STEUER & RECHT Steuerberater RÜDIGER KOCH Dipl.-Betriebswirt (FH) Stratenbarg 1 22393 Hamburg (-Sasel) Tel.: 6013055 Fax: 6011502 www.ruediger-koch.de inforuediger-koch.de C H R I S T I N E W E D E M E Y E R - L Ü H R S Rechtsanwält in Fachanwält in für Verkehrsrecht Fachanwält in für Versicherungsrecht A D A C - Ve r t r a g s a n w ä l t i n Volksdorfer Weg 205 22393 Hamburg / Sasel Tel. 040 / 60 55 99 62 Fax 040 / 60 04 90 90 e-mail: rainwedemeyerweb.de www.kanzlei-wedemeyer-luehrs.de https://wedemeyer-luehrs-hamburg.adac-vertragsanwalt.de Steuerberaterin Sabine Gellermann Buchenring 57 22359 Hamburg Tel.: 040 / 609 016 20 infoSabine-gellermann.de Teure Käufe Mobile Games für Smartphone oder Tablet stehen bei Kindern und Jugendlichen hoch im Kurs. Doch sogenannte In-App- Käufe können die beliebte Freizeitbeschäftigung schnell zu einem teuren Vergnügen werden lassen. Oft sind es viele kleine Käufe, die am Ende zu einer hohen Forderung führen. Bei der Verbraucherzentrale Hamburg melden sich immer wieder Erziehungsberechtigte, denen Hunderte oder sogar mehr als Tausend Euro über Telefonrechnung oder Kreditkarte abgebucht wurden, obwohl sie keinen einzigen In-App-Kauf autorisiert haben. Die Verbraucherschützer stellen anlässlich des Safer Internet Day klar: Eltern sind grundsätzlich nicht verpflichtet, für kostspielige Spielmanöver ihrer minderjährigen Kinder aufzu- kommen. Werden die Käufe von den Eltern nicht genehmigt, besteht grundsätzlich erstmal keine Zahlungspflicht. Mit diesem Risiko müssen die Spieleanbieter, deren Angebot sich oftmals vorwiegend an Minderjährige richtet, leben, sagt Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. Dulden Eltern die Käufe jedoch zunächst und unternehmen nicht zeit- nah etwas gegen die hohen Zahlungsforderungen, kann das unter Umständen eine Zahlungspflicht der Eltern begründen, so die Juristin weiter. Erfolgte die Abrechnung der Extraspielfunktionen über den Mobilfunkvertrag sollte man unverzüglich eine Drittanbieter- sperre einrichten, sodass ungewollte Käufe nicht mehr über die monatliche Handyrechnung abgewickelt werden können. Gleichzeitig müssen Betroffene den Telefonanbieter anschrei- ben, die Abbuchung beanstanden und Einspruch einlegen. Fanden die Einkäufe über einen App-Store statt, sollte man eine Rückabwicklung über das Nutzerkonto veranlassen. Im Falle einer Ablehnung empfiehlt es sich, die Bundesnetzagentur zu informieren. Kauft der Sprössling teures Zubehör in Apps, sollten die Eltern aktiv werden!