freie Zeit perfekt

18 | ALSTERTAL MAGAZIN Alstertal Magazin: Als ich dich vor gut zwei Jahren zusammen mit Clara Pazzini auf der Bühne erlebt habe, habt ihr Jacques Brel gesungen. Als ich nun euer erstes gemeinsames Album reingehört habe, war ich schon etwas überrascht. Wie kam es zu dem Wandel? Leo Schmidthals: Es war eine tolle Sache, vor allem mal wieder mit einem Kontrabass auf der Bühne zu stehen. Ich mag Chansons, vor allem aber Clara, die teilweise in Frankreich aufgewachsen ist und dort auch studiert hat - deswegen fühlt sie sich Brel stark verbunden. Trotzdem haben wir beide irgendwann gemerkt, dass wir unser eigenes Ding machen möchten. Das Album BOXES. Es ist extrem abwechslungsreich. Wie würdest du euren Musikstil beschreiben? Er ist genreübergreifend und damit ein Abbild unserer multikomplexen und diversen Welt. BOXES enthält eine avantgardistische Mischung aus Pop, Soul und Hip-Hop, französischen Rap-Parts, Spoken Word, orchestralen Sounds und elektronischen Beats. Die Musik in Verbindung mit Claras Stimme ist eine außergewöhnliche Kombination. Wir habt ihr zusammengefunden? Vor gut fünf Jahren ist bei meiner Kinderliederproduktion Glühwürmchen und die Musikanten eine Sängerin ausgefallen und über eine Bekannte bin ich an Clara gekommen. Ein A le xa nd ra K er n Die freie Zeit perfekt genutzt Die Pandemie war für viele Kulturschaffende eine Katastrophe. Keine Auftritte, kein Geld statt- dessen viel Zeit. Einige nutzten diese, um kreative Ideen umzusetzen. So auch der Ohlstedter Mu- siker und Produzent Leo Schmidthals (Selig). Zusammen mit der Sängerin Clara Pazzini hat er gerade das Album BOXES rausgebracht, mit dem von ihm gegründeten Label HIER RECORDS. MAGAZIN Fortsetzung auf Seite 20 Hat unter anderem mit Heinz Rudolf Kunze, Echt und Joachim Witt gearbeitet: Leo Schmidthals. Singt gerne in verschiedenen Sprachen: Clara Pazzini. M a rc o Se ns ch e