MAGAZIN freie Zeit

MAGAZIN 20 | ALSTERTAL MAGAZIN Fortsetzung von Seite 18 TIPP: Das spannende und extrem abwechslungsreiche Album BOXES erscheint am 17.09. beim Label HIER Records. Die freie Zeit perfekt genutzt glücklicher Zufall, denn wir haben anschließend in einer neugegründeten Band, vor allem aber zu zweit, an eigenen Sachen gearbeitet. In den vergangenen zweieinhalb Jahren haben Clara und ich nach einer passenden musikalischen Sprache gesucht. Und eine gefunden, die komplett anders ist als Chansons und politische Inhalte transportiert. Welche sind das? Zum einen, und darin geht es im Song Boxes, die Aufforderung an die Gesellschaft, das Leben in seiner Vielseitigkeit zu betrachten und vorgegebene Schubladen zu hinterfragen und zu durchbrechen. Ganz wichtig ist uns aber vor allem auch der feministische Gedanke der Gleichberechtigung im Sinne einer Gleichberechtigung aller Menschen. Ein drittes uns wichtiges Thema ist eine Art Kapitalismuskritik. Denn welchen Stellenwert haben Geld und Reichtum, dem die allermeisten von uns hinterherhecheln? Gerade in Coronazeiten hat sich dessen Bedeutung doch relativiert. Was macht uns am Reichtum eigentlich so glücklich? Da gibt es ja anscheinend Parallelen zu deinem neuen und kürzlich erschienenen Selig-Album Myriaden. Auf dem benennt ihr Dinge, die euch gegen Strich gehen, war zu lesen. Was genau ist es bei euch? Es ist einiges ... (überlegt) Wir müssen beispielsweise mit der Klimakrise klarkommen. Vor allem aber leider damit, dass Probleme verschleppt werden, statt sie zu besprechen. Aus diesem Grund ist es wichtig, im Moment Dinge laut an- und auszusprechen und Lösungen dafür zu finden, wie wir Menschen zusammenleben wollen. Wir können nicht einfach so weiter wurschteln wie bisher. Das ist die wichtigste Parallele zwischen Myriaden und BOXES. Für die Realisierung von BOXES hast du ein eigenes Plattenlabel gegründet. Warum? Man hat zwar nicht die Power eines großen Labels, ist aber eigenständig und hat mehr Freiheiten und Möglichkeiten. Ich habe zuhause ein eigenes Studio und war auch früher schon Produzent, etwa von Heinz Rudolf Kunze, Echt und Joachim Witt. Kenne also die ganze Geschichte hinter dem Pult. Das Aufwändigste jetzt war sozusagen die Gründung eines Gewerbes. Aber ich hatte in der der Pandemie die Zeit und die Lust kreativ zu sein. Mir ist in dieser Phase viel eingefallen. (Pause) Eigentlich konnte ich mich vor Arbeit kaum retten. kw Kreatives Team mit dem Willen, von ihnen empfundene Missstände zu nennen: Clara Pazzini und Leo Schmidthals. p riv at