Sternen verdammt Foto-Kombis

22 | ALSTERTAL MAGAZIN MAGAZIN S eit Jahren beschäftigt sich Thomas W. Kraupe mit den fanta-stischen Aufnahmen des Weltraumteleskops HUBBLE. Zwölf der himmlischen Schnappschüsse hat der Planetariums-Direktor ausgesucht, um sie im Planetarium zum Leuchten zu bringen als große LED-Leuchtbilder. Für Kraupe haben sie eine große Bedeutung und einen direkten Bezug zu uns Menschen: Wir sind alle aus Sternenstaub hervorgegangen, sagt Prof. Kraupe. Um einen Zusammenhang herzustellen, hat er unter dem Motto Mensch, Kosmos! Die Sterne in uns zwölf Hamburger Per- sönlichkeiten für ein kosmisches Porträt gewinnen können, korrespondierend zu den Hubble-Bildern. Alstertal Magazin: Liebe Andrea, wie kam es, dass du in der Ausstellungs-Aktion dabei bist? Andrea Lüdke: Thomas W. Kraupe, der Direktor unseres wunder- schön renovierten Planetariums, hat mich angerufen und gefragt, ob ich Lust hätte, bei dem Projekt Mensch, Kosmos!-Die Sterne in uns mitzumachen. Da ich das Planetarium schon immer als einen sehr inspirierenden Ort empfinde, ich dort auch schon des öfteren Lesungen veranstaltet habe und die Aufgabe sofort mein Kopfkino gestartet hat, habe ich sofort zugesagt. Außerdem liebe ich die ausdrucksstarken Portraits und Meer-Bilder des Hamburger Fotografen und Fotokünstler Wolfgang Köhler sehr und fand toll, mal mit ihm zu arbeiten. Du bist mit dem Foto Säulen der Schöpfung zu sehen. Warum hast du dir das ausgesucht? Aktuell hängen spannende Foto-Kombis im Planetarium. Sie zeigen zum einen Sterne und Sternenstaub aufgenommen von der NASA sowie Hamburger Promis abgelichtet vom Fotografen und Fotokünstler Wolfgang Köhler. Mit dabei sind unter anderem Spitzenkoch Kevin Fehling, Stararchitekt Hadi Teherani und die Saseler Schauspielerin Andrea Lüdke . W o lfg a ng K ö hl er N A SA , E SA /H ub b le a nd th e H ub b le H er ita g e Te a m Diese Aufnahme des Hubble-Weltraumteleskops ist besonders fas- zinierend, macht mich glücklich und gleichzeitig wehmütig, denn es ist ein Bild vom Werden und Vergehen. An den Spitzen dieser Säulen werden neue Sterne geboren. Allerdings wissen wir nicht, ob das, was wir sehen, nicht schon längst vergangen ist. Denn diese wunderschönen Säulen aus Staub und Gas liegen 7000 Lichtjahre von uns entfernt und sind vielleicht schon in einer Supernova ex- plodiert. Ob deren Stoßwelle die Sternenwiege zerstört hat, werden wir wegen der Lichtlaufzeit erst in 1000 Jahren erfahren. Wir sind vom gleichen Stoff, aus dem die Träume sind und unser kurzes Leben ist eingebettet in einen langen Schlaf. sagt William Shakespeare. Wieviel Generationen werden noch auf der Erde oder vielleicht auf anderen Planenten überleben? Ich bin die Jüngste von drei Schwestern und habe drei Töchter und schon eine Enkeltochter. Ich wünsche mir so sehr, dass noch viele Generationen von (Sternen) Kindern geboren werden und wir Gewissheit erlangen.. Wenn du in den Sternenhimmel guckst, was denkst du dann? Schon als kleines Kind habe ich beim Anblick des Sternenmeers der Milchstraße darüber nachgedacht, wo unser Zuhause im Univer- sum liegt, habe die Sternzeichen im Himmel gesucht, den Verlauf der Himmelskörper beobachtet und meine Phantasie auf Reisen geschickt. Ich wollte wissen, wie die Nordlichter entstehen, ob wir vielleicht doch nicht allein sind im Universum sind und es in meinem Leben eine echte Chance geben wird, einen Außerirdischen zu treffen. kw Mehr Informationen auf www.planetarium-hamburg.de Ausstellung Mensch, Kosmos! Den Sternen verdammt nah